Agenturszene am Bodensee

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Visitenkarten sind weiterhin ein Aushängeschild – Selbst im Zeitalter von iPads und iPhones

2 Kommentare

Visitenkarten bekommt man heute an jeder Ecke. Es gibt sogar Automaten die Anhand von Standarddesigns und einem Tastenfeld für persönliche Angaben, kostengünstig eine beliebige Anzahl an Visitenkarten drucken. Aber Standard Visitenkarten, gar aus dem Automaten, passen natürlich nicht zu einem innovativen Startup Unternehmen, mit cooler und gleichzeitig seröser Internetpräsenz und womöglich noch mit einem Online Shop. Werden Visitenkarten im Zeialter von iPads und iPhones nicht überflüssig? Sind Visitenkarten vom Ortsansässigen Bürobedarfshandel „stylisch, auffallend und gleichzeitig seriös“? Das kann auf jedenfall auch bezweifelt werden.

Was kann man eigentlich noch mit einfachen Visitenkarten machen, als das Logo des Unternehmens möglichst schön zu platzieren und die persönlichen Daten des Mitarbeiters richtig und optisch ansprechend zu platzieren? Ein kreativen QR-Code hinzufügen? Augmented Reality? 😉

Eine besondere Technik aus dem Mittelalter schafft hier vielleicht Abhilfe – Druckveredelungen mit Goldschnitt oder Farbschnitt

Goldschnitt, wo kommt jene Technik heute noch zum Einsatz und welche Vorteile besitzen Schnittverzierung?

Die Schnittverzierungen kamen mit der Erfindung und den Weiterentwicklungen des Buchdrucks. Schöne, hochwertige und wertvolle Bücher meist religiöse Bücher wurden sehr oft mit Schnittverzierungen z.B. mit Goldschnitt bearbeitet um diesen Büchern schon durch das Aussehen auf den wertvollen Inhalt schließen zu lassen. Die Seiten des Buches werden durch diese Schnittverzierung bzw. dem Goldschnitt vor Verschmutzungen sowohl vor Staub schützt. Goldschnitt ist eine der ältesten und effektivsten Techniken um Buch- und Papierkanten zu veredeln ebenso wie das Papier über lange Zeit vor Verschmutzungen zu schützen, ferner haltbar zu machen. Schon im 15. Jahrhundert wurde jene Technik der Schnittverzierung seitens den Buchbindern seit jener Zeit eingesetzt außerdem ist sie heute noch, bei hochwertigen Druckveredelungen im Gebrauch.

Bei der Technik der goldenen Schnittverzierung werden die Flächen der Schnittkanten mit einem Belag Blattgold überzogen. Dabei werden die Schnittkanten des zusammengepressten Buchblocks geglättet (abgeschmirgelt) weiterhin gewienert, um die Leuchtkraft zu steigern wird der Buchblock per roten Farbschnitt ausstaffieren. Der rote und feuchte Farbauftrag lässt die Papierfasern aufweichen und dichtet den Block getreu außen ab ohne die Seiten zu zusammenfügen. Ist dieser rote Farbschnitt getrocknet, wird eine aus speziell verdünntem Eiklar bestehenden, Klebeflüssigkeit das Blattgold aufgelegt und so dauerhaft auf den Schnittkanten fixiert. Nach vollständiger Trocknung erfolgt die Nachbereitung mithilfe dem Glättzahn, hierbei handelt es sich um ein spezielles rundes Werkzeug aus poliertem Achat. Bei diesem Arbeitsgang Herkunft eventuelle Unebenheiten weggelassen und die Schnittverzierung erhält ihren typischen goldenen Glanz. Jenes Verfahren erfordert viel Erfahrung.

Wurden seinerzeit die Goldschnitte in reiner und aufwendiger Handarbeit gefertigt übernehmen inzwischen vollautomatische Maschinen diese Tätigkeit, wobei die Blattgoldfolie im Bereich Hitzeeinwirkung auf die Schnittflächen des Buchblocks gepresst wird. Durch diese Automatisierung werden nun die Techniken von Goldschnitt und Farbschnitt nicht nur für besonders wertvolle (meist religiöse) Bücher verwendet sondern auch z.B. für Visitenkarten. Diese Technik hat sich aber noch nicht bei der breiten Masse durchgesetzt bzw. wird für diese angeboten. Eine altes und qualitatives Traditionsunternehmen die diese alte Technik in Ehren hält, weiter entwickelt und mit neuen Anwendungsgebieten herumexperimentiert ist die Wolf Gruppe: www.wolf-manufaktur.de

Die Wolf Manufaktur bietet alle Arten der Druckveredelung auf höchsten Niveau an. Visitenkarten mit Goldschnitt oder Farbschnitt mit den Firmeneignen CI – Farben stechen immer noch auf jeder Messe oder sonstigen Networking Aktivitäten hervor.

Weitere Visitenkarten Ideen findet Ihr u.a hier:

http://marketing-gui.de/2009/05/24/ideen-fur-neue-visitenkarten/

http://www.camosoul.de/2012/03/35-neue-ideen-fur-visitenkarten/

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2 Kommentare zu “Visitenkarten sind weiterhin ein Aushängeschild – Selbst im Zeitalter von iPads und iPhones

  1. In der Tat erlebt man bei der Nutzung von Visitenkarten eine sehr differenzierte Entwicklung. Es variiert von billigem Druck per Homestation bis zu Varianten, die getrieben sind von subjektiven Fehlinterpretationen in der Gestaltung. Auffällig ist dann plötzlich eine Karte, die man wegen des exzentrischen Formats nicht in die standardisierten Visitenkartenträger bekommt oder aufgrund zahlreicher Grafikelemente kaum visuell „scannen“ kann. Es ist schon interessant zu sehen, wie Visitenkarten den Zeitgeist widerspiegeln. In der Praxis erkennt man meist als Nutzer die groben Fehler:
    -Farbkombinationen mit schlechter Lesbarkeit und schlechtem Kopierverhalten
    – Design im Gegensatz zu Branche
    – schlecht Haptik
    – Abkehr vom Prinzip“Form folgt Funktion“
    -keine Konsistenz zum CI oder fehlendes CI

    Wir haben die Erfahrung gesammelt, ohne Designprofi und finanzielles Engagement wird eine Chance vertan, neben Leistung und Profil, eine erkennbare Spur beim Kunden zu hinterlassen.

    Viele Grüsse

    UMue

  2. Ich bin selber Unternehmer und grundsätzlich lehne ich alles ab, was irgendwie billig wirken könnte, vor allen Dingen dann, wenn es der Kunde zu sehen bekommt. Aus diesem Grund sollten auch Visitenkarten von einer guten Druckerei hergestellt werden und wenn möglich auch noch mit einer ungewöhnlichen Technik veredelt werden.

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