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Social Media: Zeitungsverlage erwachen langsam aus Tiefschlaf

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Laut einer im November letzten Jahres in Berlin veröffentlichte Studie des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) nutzen 85 Prozent der deutschen Zeitungen regelmäßig Social Media in Form von eigenen Communitys, Leserreportern, Umfragen auf sozialen Netzwerken oder Themenmonitoring. Dabei sei, laut des Autors der Studie Christian Hoffmeister, seines Zeichens Geschäftsführer der Agentur Bulletproof Media in Hamburg, das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht und das Potenzial von Social Media für die Zeitungen noch längst nicht ausgereizt.

Eine Menge Potenzial liegt noch brach

Die Möglichkeiten, die die sozialen Medien den Zeitungen bieten können, sind nach der Auffassung Hoffmeister sehr umfangreich, werden von den Verlagen aber bei Weitem noch nicht völlig ausgeschöpft. In einigen Bereichen, wie der Werbung bzw. Bindung von Kunden im Internet sind die Zeitungen bereits verstärkt aktiv und verzeichnen auch schon Erfolge. So nutze bereits jeder dritte Internetuser regelmäßig Angebote von Zeitungen im Netz. Hoffmeister sieht darüber hinaus aber vor allem im wirtschaftlichen Bereich noch bislang ungenutzte Chancen, wie z.B. eine Steigerung des Verkaufs der gedruckten Ausgaben oder eine Erhöhung der Werbeeinnahmen durch das Anbieten von Lösungen im Bereich der Social Media.

Soziale Netzwerke sind Chance und Gefahr zugleich

Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der Geschäftsleitung des BDZV, sagte in diesem Zusammenhang, dass „Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter den Verlagen ganz neue Chancen“ bieten, „die klassische Rolle der Zeitung als „Community-Organizer“ neu zu definieren und mit Nutzern wie Werbekunden in völlig anderen Spielarten als bisher zu kommunizieren“. Gleichzeitig sehen Experten, wie der BDZV-Vizepräsident Richard Rebmann, in den Sozialen Netzwerken die größte Konkurrenz der Zeitungen auf den Märkten von Morgen, denn hinsichtlich des Werbens um potente Geldgeber und interessierte Leser sind, so Fuhrmann, „Facebook & Co. knallharte Wettbewerber„.

Viele Verlage haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt

Aufbauend auf den Erkenntnissen der Studie müssen die meisten Zeitungen in Zukunft ihre Aktivitäten in der Welt der sozialen Netzwerke weiter intensivieren und dadurch langfristig etablieren, um in diesem nicht mehr zu negierenden Teil der modernen Kommunikations- und Medienlandschaft nicht den Anschluss zu verlieren. Es benötigt einer sehr gut auszuarbeitende Social Media Strategie. Denn sollten die Zeitungen bzw. der Journalismus diese Entwicklung verschlafen, könnte der rasante Aufstieg der Social Media im Netz zugleich den Abstieg eines jahrhundertealten Mediums bedeuten.

Die Studie kann zum Preis von 98 Euro (Mitgliedsverlage der BDZV-Landesverbände zahlen 38 Euro) beim ZV-Verlag bestellt werden (www.zv-online.de).

Die Ergebnisse der großen BDZV-Social-Media-Studie finden sich in diesem Film. © Bulletproof Media GmbH

Haben die Zeitungsverlage wirklich die Zeichen der Zeit bereits erkannt? Was denken Sie?

Antworten:

Eric Birkigt / vistona GmbH: „Ich bin der Meinung, dass das Medium Print überholt ist. Zeitschriften werden nicht mehr gelesen, da die Informationen zu weitläufig sind. In der heutigen Welt ist jede die Spezialisierung und damit auch die Fachinformation vor allem im Berufsleben von größter Bedeutung. Ich glaube Zeitungen werden es mit Ihrem jetztigen Image zukünftig schwer haben. Gut finde ich dagegen Informationsportale wie Schwabenelf.de. Hier werden lokale Informationen in einem spezialisierten Umfeld präsentiert. Ich sehe hier eine Möglichkeit die gute vernetzung der lokalen Zeitungen mit der Spezialisierung zu vereinen.“

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